Quergedanken - Coaching & Beratung

Sie gehören zum Leben sowie zum Alltag dazu und können in ihrer Intensität und Dauer variieren. In der Psychologie wird von 7 Grundemotionen gesprochen… Freude, Wut, Trauer, Ekel, Angst, Überraschung und Verachtung. Diese Grundemotionen werden von anderen Empfindungen wie zb Liebe, Schuld, Scham, Minderwertigkeitsgefühl uvm unterschieden.

Mit Gefühlen umzugehen muss erlernt werden und das eigentlich ein Leben lang. Oft werden Gefühle durch die Bewertung der Situation geleitet. Es geht hierbei also um deine Gedanken bzw um dein persönliches Mindset. Es macht einen großen Unterschied ob du zb denkst „Das werde ich nie schaffen“ oder „Das schaffe ich, Schritt für Schritt und in meinem Tempo“. Wichtig dabei ist, auch die Unterscheidung deiner Gedanken und Gefühle. Ein Gedanke ist subjektiv und kann die Tatsachen verfälschen. Die Gefühle entstehen aber durch diesen Gedanken, ob er wahr ist oder nicht. Daher ist es wichtig an einem positiven Mindset zu arbeiten.

Dabei zählt:

Alle Gefühle sind richtig und wichtig, nimm sie an!

Gegen ungewollte Gefühle ankämpfen, sie unterdrücken… beides gelingt nur unter großem Kraftaufwand. Dabei sind auch vermeintlich negative Gefühle wichtig. Jedes Gefühl hat einen Grund und möchte gesehen und gefühlt werden. Gefühle kehren immer wieder zurück, suchen sich notfalls auch andere Ventile, wenn sie nicht ausgelebt werden. Es ist anfangs schwer, gesellschaftlich gesehen, negative Gefühle Raum zu geben. Fängst du aber an dir zu erlauben, traurig oder wütend zu sein, wirst du schnell eine befreiende Wirkung spüren. Das bedeutet nicht, dass du deinen Gefühlen die Kontrolle übergibst. Du entscheidest inwieweit du deinen Gefühlen Freiraum geben möchtest.

Deine Gefühle sind der Spiegel deiner inneren Welt

Jedes Gefühl birgt eine Botschaft in sich. Es möchte dich auf etwas hinweisen. Fühle und höre genau hin. Es kann helfen, das Gefühl mit einem Adjektiv zu beschreiben. Beispielsweise Wut, sie kann intensiv, laut kräftezehrend sein. Welche Wünsche und Bedürfnisse kommen bei dir hier hoch? Sprich sie laut aus oder schreib sie dir auf. Es kann dir helfen, dir selbst näher zu kommen und Klarheit zu erlangen.

Gefühle gehören nicht immer direkt zur auslösenden Situation

Jede:r von uns hat sogenannte Trigger. Hier kommen Gefühle zu Tage, die meistens mit einer schlechten oder belastenden Erinnerung aus der Vergangenheit gekoppelt sind. Diese Erinnerungen können bewusst oder unbewusst gespeichert sein. Das damals entstandene Gefühl wurde nicht mit der Situation verarbeitet und kehrt durch bestimmte Auslöser (Trigger) immer wieder zurück. Es kann hier hilfreich sein, dir kompetente Unterstützung zu holen. Oft muss die Situation erst gefunden und gemeinsam angeschaut werden, bevor sie komplett verarbeitet werden kann. Je nach Belastung kann es hier wichtig sein eine kompetente Wegbegleitung zu haben um zb eine Retraumatisierung zu verhindern.

Dein Mindset bestimmt deine Lebenseinstellung und somit auch wie du dich fühlst

Bedeutet zunächst ganz platt in der Theorie: „Du hast es in der Hand, wie du dich fühlst“… Praktisch gesehen, ist es erstmal nicht so leicht sich nicht von den inneren Gedanken und Glaubenssätzen leiten zu lassen. Eine hilfreiche Strategie kann es sein, erstmal ein Gedankenstopp zu installieren. Schau dir deine Gedanken an… Entsprechen sie wirklich der Wahrheit? Woher kommt dieser Gedanke? Wer hat es früher zu dir gesagt?

Übernimm Verantwortung für deine innere Welt und äußere deine Gefühle

Gefühle zu verschweigen und zu unterdrücken, kann seelische und körperliche Folgen haben. Auf der körperlichen Ebene kann das zb Nackenschmerzen durch Verspannungen, Einschlaf- und Durchschlafprobleme oder auch Kopfschmerzen bedeuten.

Hier kann dir die aktive Auseinandersetzung mit deinen Gefühlen wie zb einem Gedanken- und Gefühlstagebuch und mentales Training helfen. Aber auch in der Kommunikation mit deinem Gegenüber. Wenn du hier zeitnah mitteilst, was der Störfaktor ist, vermeidest du eine Multiplikation deiner Gedanken. Achte auf deine Wortwahl und verwende Ich-Botschaften. Du setzt dich dabei mit deinen Gefühlen auseinander und sie erklären deine eigene Wahrnehmung ohne den Gegenüber zu beleidigen oder diesem etwas vorzuwerfen.

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