Quergedanken - Coaching & Beratung

Zugehörigkeit ist ein Gefühl und es ist ein menschliches Bedürfnis. Wir Menschen sind soziale Wesen. Das Gefühl von Zugehörigkeit ist also einer unserer existenziellen Grundbedürfnisse. Ist dies gestört und fühlen wir uns nirgendwo zugehörig, stört dies massiv unser Selbstbild. Irgendwo zugehörig zu fühlen kann zb in einer Partnerschaft, in Freundschaften, in bestimmten Gruppen, Familie usw erlebt werden. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Ein gesundes Zugehörigkeitsgefühl sollte erfüllt sein, damit sich eine Zufriedenheit im Leben einstellen kann. Auch sind wir belastbarer und können uns besser entwickeln. Es wird als ein wichtiger Schlüssel gesehen, wenn es um Resilienz geht.

Laut Maslow (Maslowsche Bedürfnispyramide) gehört dieses Bedürfnis nach Zugehörigkeit, definiert als soziale Bedürfnisse, zu den Defizitbedürfnissen. Das heißt, es ist eins der Bedürfnisse, das erfüllt sein muss, damit sich eine Zufriedenheit einstellen kann. Fühlen wir uns irgendwo zugehörig, sind wir zudem belastbarer und können uns besser entwickeln. Es wird als ein wichtiger Faktor gesehen, wenn es um Resilienz geht. Im Idealfall geschieht der Resilienz Aufbau bereits in der Kindheit. Für Kinder bedeutet sich zugehörig zu fühlen gleichzeitig sich sicher, geborgen und geliebt zu fühlen. Es hilft ihnen sich frei und gesund entwickeln zu können in einer Umgebung, in der sie mit ihren Bedürfnissen bedingungslos gesehen und geliebt werden. Daraus entsteht ein „es ist ok so wie ich bin“.⠀⠀⠀⠀⠀

Doch wie ist es als erwachsener Mensch? Ich fühle mich irgendwo zugehörig und deswegen geht es mir gut? Die Realität sieht oftmals anders aus. Es ist wichtig, sich ein Umfeld zu schaffen, in dem ich mich grundsätzlich wohl fühle, ein Teil dessen zu sein. Natürlich kann ein einmal entstandenes "Wirgefühl" keine gleichbleibende Qualität haben. Es kann ab- oder zunehmen, je nach Lebensbedingungen. Irgendwo zugehörig zu sein bedeutet auch nicht stets angepasst zu sein, sich der Mehrheit und der vorgegebenen Strukturen dauerhaft zu fügen. Individuelle Entfaltung und Zugehörigkeit gehören, auch im Erwachsenenalter, zusammen! ⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Damit dies gelebt werden kann, gehören aber gesunde Beziehungen dazu. Kommt es hier immer wieder zu erheblichen Schwierigkeiten oder den oftmals ähnlichen Konfliktmustern, lohnt es sich hier nochmal genauer hinzuschauen. Neben den eigenen Erwartungen liegen nicht selten die Hintergründe in der eigenen Kindheit. Ungelöste negativ besetzte Themen aus der Kindheit, führen dazu, das wir uns im Hier und jetzt in ähnliche Muster verstricken und unser inneres Kind diese förmlich sucht. Der erste Schritt hierzu ist sich dessen bewusst zu werden.

Sei achtsam mit dir und dem Umfeld in dem du lebst. Setz dich damit auseinander und überlege in welchen Gruppen du dich zugehörig fühlst und wie du dich damit fühlst. Vieles läuft unterbewusst ab. Es lässt sich nicht alles nur im außen lösen.

Die Wurzeln liegen in dir!

 

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